Wurzelmilben
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Die Weichhautmilbe Rhizoglyphus zerstört das Wurzelgewebe. In den beschädigten Pflanzenteilen sind Gänge mit den Milben sichtbar. Blätter mit Kontakt können braun werden und absterben.
Aufliegende Blätter können unter Umständen verbräunen und zerstört werden. Tyrophagus können gelegentlich bei Massenauftreten schädlich werden, dann auch Schädigungen an gesundem Pflanzengewebe. Besonders an Paphiopedilum tauchen immer wieder Schäden an den Blütenstielen auf mit nekrotischen Streifen. Befallene Blätter werden weichfaul.
Wurzelmilben (wie Rhizoglyphus) sind winzige Spinnentiere, von der es weltweit über 50.000 Arten gibt. Sie leben im feuchten Boden und leben von unterirdischen Pflanzenteilen (Wurzeln, Knollen, Zwiebeln) ernähren, indem sie Gänge fressen, was zu Pflanzenschwächung führt und Sekundärinfektionen ermöglicht. Sie vermehren sich extrem schnell, paaren sich oft und legen viele Eier, wobei ihre Larven feine Wurzelhaare fressen und die ausgewachsenen Milben die Gewebe schädigen. Ihre Vermehrung wird durch hohe Feuchtigkeit begünstigt, und sie verbreiten sich manchmal durch andere Käfer
Wurzelmilben vermehren sich schnell unter warmen, feuchten Bedingungen, indem Weibchen Eier in Bodennähe ablegen, aus denen sich Larven entwickeln, die Wurzelhaare fressen und so den Lebenszyklus antreiben, wobei eine schnelle Generationsfolge bei optimalen Bedingungen zu Massenbefall führt. Die Vermehrung wird durch hohe Temperaturen, Feuchtigkeit und schlechte Belüftung gefördert, weshalb Sauberkeit und das Vermeiden von Staunässe wichtig zur Vorbeugung sind.
Eine direkte Bekämpfung von Wurzelmilben ist sehr schwierig. Eigentlich müssen alle Pflanzen in ein Akarizid getaucht werden. Vorbeugend muß das Wurzelwerk durch optimale Kulturführung gestärkt werden. Die normalen Akarizide erfüllen ihren Zweck, nur die Ereichbarkeit der befallenen Stellen ist ein Problem.
Als natürliche Feinde von Wurzel- und Modermilben siedeln sich in Orchideenkulturen häufig Raubmilben und Gallmückenlarven an.
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