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Spinnmilben

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Spinnmilben oder Rote Spinne saugen einzelne Zellen leer in die daraufhin Luft eindringt. Die Blätter sind deshalb zunächst stellenweise silbrig aufgehellt, oft weißlich gesprenkelt. Bei zunehmendem Befall fließen die Flecken zusammen, die Blätter werden fahl gelb und vertrocknen schließlich. An den Blattunterseiten finden sich später feine, helle Gespinste, Eier und Häutungsreste sind mit einer starken Lupe erkennbar.

Die ca. 1200 bekannten Arten der Spinnmilben kommen auf der ganzen Welt vor. Viele Arten sind Pflanzenspezifisch, andere greifen alles an. In Europa ist die "Rote Spinne" (Tetranychus urticae Koch) als Kulturschädling weit verbreitet. Der Name stammt von der roten Färbung der Winterweibchen, ansonsten kann das Farbspektrum der Tiere auch gelb und grün sein.

Spinnmilben haben getrennte Geschlechter (männlich und weiblich), wobei die Weibchen oft größer (0,4–0,6 mm) und im Winter leuchtend rot-orange gefärbt sind, während die Männchen kleiner (0,3–0,45 mm) sind und während der Saison eher gelb-grünlich erscheinen und dunkle Flecken auf dem Rücken haben. Die Fortpflanzung ist komplex: Männchen helfen Weibchen beim Häuten, um sich schnell paaren zu können, was oft zu mehreren Generationen pro Jahr führt. Die Weibchen können bis zu 20 Eier legen, die Entwicklungsdauer vom Ei über sechsbeinige Larvenstadien bis zum achtbeinigen, erwachsenen Tier ist stark von der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit abhängig und verläuft innerhalb 10 bis 20 Tagen. Bei trockner und warmer Luft sind 8-10 Zyklen im Jahr möglich.

Die chemische Bekämpfung ist sehr schwierig, da es kaum noch zugelassene Mittel für die Behandlung gibt. Zudem bildet Rote Spinne schnell Resistenzen, und viele Spritzmittel wirken nur bei bestimmten Entwicklungsstadium.

Rote Spinne liebt Temperaturen über 24°C und eine Luftfeuchte unter 60%, und Zugluft. Zuerst sollten diese Faktoren abgestellt werden. Eine biologische Bekämpfung ist mit mit Raubmilben der Art Phytoseiulus persimilis Athias-Henriot möglich. Die erwachsenen Tiere saugen Eier und Larven der Spinnmilben aus. Bei Temperaturen zwischen 17 °C und 25 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 75 % haben die Raubmilben ideale Vermehrungsbedingungen und entwickeln sich besser als Spinnmilben.

Diese Behandlungsmethoden aus dem Jahr 1848 dienen nur zur Information und Unterhaltung. Bitte beachten Sie, das der Einsatz mancher, hier erwähnter Chemikalien heute nicht mehr erlaubt ist, da sie gesundheits- (auch für den Anwender) und sehr umweltschödlich sein können. Lesen, nachdenken und schmunzeln ist erlaubt, aber nicht nachmachen.