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Raupen

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Alle Raupen von Schmetterlingen können zu deutlichen Fraßspuren an Pflanzen- und Blütenteilen führen. Ein Schädling tut sich aber gerade im Gartenbau besonders hervor: Der Zünsler (Duponchelia fovealis Zeller): Dieser Schadschmetterling stammt ursprünglich aus Südeuropa, er ist vorwiegend in Kalthauskulturen sowie in gekühlten Phalaenopsis zu finden. Der Zünsler ist ca. 19-21 mm lang, braun bis braunschwarz gefärbt mit helleren Ringen am Hinterleib. Typisch ist der lange, nach oben gebogene Hinterleib. Die Tiere sitzen meist unter den Blättern und fliegen bei Störung schnell auf. Die Raupen sind 2-3 cm lang, Grundfarbe ist weiß mit vielen kleinen, braunen Punkten. Der Kopf ist dunkel. Die Raupen fressen sehr versteckt, meist an der Substratoberfläche oder in der obersten Bodenschicht. Dort sind dann auch feine Gespinste zu erkennen unter denen die Tiere geschützt sind und sich später auch verpuppen.

Zünsler gehören zu den nachtaktiven Faltern und haben einen schlanken Körper, lange Beine und einen gut entwickelten Rüssel. Die Vorderflügel sind länglich dreieckig, die Hinterflügel mit Haftborsten versehen. Der Name stammt wohl von zünzeln/zünseln ab, ein altes Wort mit der Bedeutung „flimmern“ oder „flackern“, das aus der Zeit der ersten Strassenlaternen stammt.

Duponchelia fovealis , der Orchideenwickler, vermehrt sich durch Eier, die die Weibchen im Substrat ablegen. Nach ca. 8 Tagen schlüpfen die Raupen, nach 4 Wochen verpuppen sie sich. Die gesamte Entwicklung vom Ei bis zum Falter dauert je nach Temperatur 6–8 Wochen. Im Gewächshaus können sich pro Jahr 8-9 Generationen entwickeln.

Lebenszyklus

  • Ei: Rosafarben, werden in Gruppen abgelegt und verfärben sich vor dem Schlüpfen.
  • Raupe: Schlüpfen nach ca. 8 Tagen, sind gelblich-braun mit schwarzem Kopf und leben in Gespinsten, oft am Stängelgrund, fressen Pflanzenmaterial und scheiden viel Kot aus.
  • Verpuppung: Die Raupe bildet einen Kokon, oft mit organischem Material, und verpuppt sich in der Erde oder Pflanze.
  • Falter: Schlüpft nach etwa einer Woche, lebt ca. 10 Tage und legt bis zu 200 Eier.

Der chemische Pflanzenschutz muss konsequent und wiederholt mit Kontaktinsektiziden durchgeführt werden. Bei Befall sind mindestens 2-3 Behandlungen im Abstand von 2 Wochen durchzuführen. Es gibt auch Wachstumsregulatoren, die die Häutung der Tiere verhindern, und so den Lebenszyklus unterbrechen.

Im Gartenbau bieten sich der Einsatz von Erz- oder Schlupfwespen (Trichogramma sp.) an.
Hypoaspis-Raubmilben können gegen verschiedene im Boden lebende Schädlinge eingesetzt werden. Die Milben beißen die Eier kurz vor dem Schlupf der Larven auf.
Insektenpathogene Nematoden (Steinernema sp.) sind ebenfalls zur biologischen Bekämpfung möglich. Bei wiederholter Applikation kann es innerhalb kurzer Zeit zu erheblicher Reduzierung der Larvenzahl kommen.
Gute Ergebnisse als Insektenpathogene bieten Bakterien. Gegen Schadschmetterlinge wirksam sind Stämme von Bacillus thuringiensis (sog. B.t.-Präparate). Das Bakterium vermehrt sich in infizierten Insekten und bildet dort Dauersporen aus.

Diese Behandlungsmethoden aus dem Jahr 1872 dienen nur zur Information und Unterhaltung. Bitte beachten Sie, das der Einsatz mancher, hier erwähnter Chemikalien heute nicht mehr erlaubt ist, da sie gesundheits- (auch für den Anwender) und sehr umweltschödlich sein können. Lesen, nachdenken und schmunzeln ist erlaubt, aber nicht nachmachen.
Hier ist der Name des Mittels Programm: KILLMRIGHT = Kill Them Right, übersetzt TÖTE SIE RICHTIG.