Schnecken
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Schnecken verursachen oberflächlich mit ihrer Raspelzunge zunächst Schabefraß an Wurzelspitzen, Blättern und Blütenknospen. Bei weiterer Fraßaktivität entstehen kleine Löcher. An größeren, dickeren Blättern wird fast ausschließlich die Unterseite befressen. Diese Fraßstellen können später vernarben und mit weiterem Wachstum der Pflanzen bilden sich dort zuweilen deutliche, flächige Verkorkungen.
Die Wurzeln sind häufig in der Nähe der Wurzelspitze grubig angefressen. Durch die Fraßtätigkeit an Wurzeln entstehen Wunden, was wiederum häufig zu Sekundärbefall mit Schwächeparasiten führt.
Ein weiteres Merkmal für Schneckenbefall sind die mitunter kräftigen Schleimspuren sowie unregelmäßig aussehende, schwarze Kotflecken an den Fraßstellen.
Die Anzahl der Arten an Land lebender Schnecken kann zur Zeit nur geschätzt werden, man vermutet, das es sich um >25.000 weltweit handelt. Wenn man die Meeres- und Süsswasserschnecken dazuzählt, wird es eine höhere 6 stellige Zahl. Ihre Ernährung kann je nach Art sich auf Pflanzen begrenzen, aber auch Kleinlebewesen, Aas und modrige Pflanzenteile können je nach Art dazugehören. Die Pflanzenfresser besitzen eine Vielzahl gleichförmiger Raspelzähnchen, mit denen Pflanzenmaterial abgeraspelt werden kann.
Die Fortbewegung erfolgt bei kleinen Wasserschnecken über einen Wimperteppich, ansonst meist über einen Schleimteppich. Auch wenn der Schleim wellenförmig unter der Schnecke durchwandert und dabei mehrfach benutzt wird, ist die Fortbewegung der Schnecke sehr material und energieaufwendig.
Auch wenn Schnecken Hermaphroditen (männlich und weiblich in einem Tier) sind, übernimmt ein Tier bei der Paarung den weiblichen Teil, das andere Tier den männlichen. Nach der Begattung bleiben die beiden Schnecken verbunden und tauschen ein Samenpaket, die so genannte Spermatophore, aus. Die darin enthaltenen Samenzellen werden im Genitalapparat der Schnecke in der Befruchtungstasche gespeichert. In der Gonade (da sie auch die Samenzellen produziert, wird sie als Zwitterdrüse bezeichnet) entstehen die Eizellen, die mit den gespeicherten Samenzellen befruchtet werden. Auf ihrer Wanderung durch den Eisamenleiter zum Genitalausgang entwickeln sich die befruchteten Eizellen zu Eiern, die in einer eigens Legehöhle oder an Pflanzenteilen abgelegt werden.
Die Behandlung mit Schneckenkorn erfolgt durch gleichmäßiges Streuen (ca. 5 g/m²) in den Abendstunden direkt zwischen die Pflanzen. Die Nacktschnecken fressen den Köder und verkriechen sich dann, um zu sterben, wobei der Wirkstoff (oft Eisen-III-Phosphat) in Nährstoffe umgewandelt wird, was es für Nützlinge sicherer macht. Bei Bedarf nachstreuen und trockene Böden leicht wässern, damit die Pellets quellen und attraktiver werden
Nicht alle dieser Möglichkeiten sind für den Einsatz auf der Fensterbank oder im Gewächshaus geeignet, Igel mögen Ihre Freiheit, und Spitzmäuse sind auch nicht die angenehmsten Mitbewohner....aber der Vollständigkeit halber soll es hier erwähnt werden.
Methoden zur biologischen Schneckenbekämpfung:
Natürliche Feinde:
Fraßfeinde: Schaffen Sie Lebensräume für Igel, Spitzmäuse, Blindschleichen und Laufkäfer, die Schnecken fressen.
Nematoden einsetzen: Nutzen Sie mikroskopisch kleine Fadenwürmer (z. B. Phasmarhabditis hermaphrodita), die Schnecken im Boden parasitieren und töten.
Lockfallen:
Bierfallen: Eingegrabene Schalen mit Bier locken Schnecken an, die darin ertrinken.
Polenta-Fallen: Mit Polenta-Mais gefüllte Töpfe locken Schnecken an, die das Mehl nicht vertragen.
Lockplätze: Mit Katzenfutter und Weizenkleie gefüllte Verstecke anbieten und absammeln.
Barrieren errichten:
Kupferband: Kupfer reagiert mit dem Schleim der Schnecke, was für sie unangenehm ist.
Schafwolle: Wird um Beete gelegt und hält Schnecken ab.
Kaffeesatz: Wirkt als Nervengift und raue Oberfläche.
Kieselgur: Bildet eine trockene Barriere.
Diese Behandlungsmethoden aus dem Jahr 1848 dienen nur zur Information und Unterhaltung. Bitte beachten Sie, das der Einsatz mancher, hier erwähnter Chemikalien heute nicht mehr erlaubt ist, da sie gesundheits- (auch für den Anwender) und sehr umweltschödlich sein können. Lesen, nachdenken und schmunzeln ist erlaubt, aber nicht nachmachen.